MCi

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Michael Krause
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MCi

Beitragvon Michael Krause » So 25. Okt 2009, 18:22

Guten Tag zusammen,

damit es hier nicht ganz so leer ist, erlaube ich mir, einen bereits in anderen Foren veröffentlichten Baubericht hier noch mal einzustellen.
Beim Mci wird das Fahrwerk komplett erneuert, Basis ist ein Bastelbericht für das MCi-Untergestell im jüngsten Hp1.
Diesmal gibt es für das Fahrwerk allerdings keine Ätzteile, sondern einfache Messingprofile, die entsprechend befeilt und gesägt werden.
Angefangen habe ich mit den Kopfstücken bzw. Pufferbohlen. Erstes Problem: Die Bohlen müssten U-Profile mit den Maßen 3,6 x 1,15 mm sein, die gibts aber nicht. Also habe ich 4x1,5 mm U-Profil verwendet und runter gefeilt, auf jeder Seite werden 0,2mm abgenommen.
Das lässt sich relativ einfach und präzise bewerkstelligen: Zuerst habe ich den Schraubstock mit normalem Isolierband beklebt. Anschließend habe ich aus 0,2 mm dickem Zeichenkarton (250g Zeichenkarton) zwei Rechtecke ausgeschnitten, die etwa auf den Schraubstock passen. Die U-Profile wurden locker eingespannt, das Papier daneben gelegt, anschließend wurde das Profil mit einem flach liegenden Winkel so weit in den Schraubstock gedrückt, das es eine ebene Fläche mit dem Papier bildet; dann das papier weggenommen und die Profile abgefeilt, bis die Feile an allen Stellen übers Iso-Band rutscht. Das funktionierte erstaunlicherweise auf Anhieb und ging recht flott, hier mal ein Vergleich zwischen befeiltem und unbefeiltem Kopfstück:
Kopfstückschmaler.JPG
Kopfstückschmaler.JPG (611.13 KiB) 999 mal betrachtet
Oben ist das unbearbeitete U-Profil, unten das schmaler gefeilte. Mit der gleichen Prozedur werden dann aus den 1,5 mm 1,15 mm - hier habe ich noch ein normales Blatt Papier dazu genommen, womit ich etwa 0,3 mm erreicht habe. Das Papier wird neben das Profil auf den Schraubstock gelegt, der Schraubstock darf noch nicht ganz fest angezogen sein, das Profil schaut über das Papier hinaus. Dann wird das Profil bspw. mit einem Winkel in den Schraubstock gedrückt, so das Papieroberkante und Profiloberkante bündig miteinander abschließen.
Kopfstückflacher.JPG
Kopfstückflacher.JPG (463.24 KiB) 999 mal betrachtet
Anschließend heißt es: Abfeilen...
Kopfstückfeilen.JPG
Kopfstückfeilen.JPG (488.54 KiB) 999 mal betrachtet
Dann können schon die Löcher für Puffer und Kupplung gebohrt werden, anschließend werden die Kopfstücke mit Hilfe eines Winkels auf einer entsprechend vorbereiteten Löt-Schablone an Hilfshaltern angelötet:
SchabloneKopfstück.JPG
SchabloneKopfstück.JPG (574.44 KiB) 999 mal betrachtet
Als nächstes werden die äußeren Langträger auf Maß gebracht und probehalber eingesetzt, ebenso können schon die Querträger gesägt werden.
Die äußeren Längsträger vom MCi brauchen Löcher für die Nieten: Dafür habe ich aus den "Negativ"-Bohrschablonen (Löcher weiß, rest Schwarz) im Hp1 "Positiv"-Schablonen gemacht in der Länge des gesamten äußeren Trägers, also 122,2 mm. Die Schablone wurde dann einfach in den Langträger gelegt und an den Bohrstellen mit Sekundenkleber fixiert, mit der Stopfnadel gekörnt und gebohrt:
Nietschablone.JPG
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Anschließend habe ich die beiden Längsträger Rücken an Rücken verlötet und den ersten als Bohrschablone für den zweiten genutzt, so liegen sich die Achshalterbleche am Ende auch präzise gegenüber. Übrigens: Alle 72 Löcher mit nur einem Bohrer - bei 0,3 mm Bohrern ist das selten...
Das Fahrwerk habe ich dann verlötet, dummerweise mehrmals, weil es stellenweise verzogen war; Einer der äußeren Langträger hatte sich gelöst, den habe ich dann beim wieder anlöten offenbar zu sehr zur Mitte gedrückt, jedenfalls war dort der Ursprung des Knicks.
Jetzt sind die inneren Langträger drin, auf einer Seite auch schon das Dreieck für das Achsbremsgestänge:
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Derweil habe ich schon mal den Wagenkasten unter die Lupe genommen...auhah, auf den ersten Blick auch etliche Baustellen, aber bis dahin dauerts noch.
Mittlerweile ist das Fahrwerk weitgehend fertig, lediglich der Bremszylinderträger fehlt noch; größte Strafarbeit waren die Stützwinkel an den Pufferbohlen, die sind aus L-Profilen 0,5 x 0,5 angefertigt und lassen sich dermaßen beschissen festhalten beim anlöten....
Hier kommt das Fahrwerk mal zum probeliegen unter dem MCi-Wagenkasten - es sieht schief aus, es liegt aber auch auch schief - zumindest sieht es beim nachmessen gerade aus;)
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MCi_Fahrwerk_2.JPG (594.46 KiB) 999 mal betrachtet
Dann habe ich ein bisschen mit der Zug-Druckfeder für die Kupplungen experimentiert, sieht von der Unterseite fast normal aus...
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Zug_Druck_Feder_unten.JPG (634.48 KiB) 999 mal betrachtet
...hat aber nach einer Runde experimentellen freihändigen Fräsens innere Werte:
Zug_Druck_Feder_oben.JPG
Zug_Druck_Feder_oben.JPG (634.09 KiB) 999 mal betrachtet
Wenn man auf dem Foto mit der Unteransicht genau hinsieht, erkennt man die eine oder andere Ausbeulung - da ist das Material nur noch hauchdünn vorhanden, daher die Beulen. Die Zugstangen für die Kupplungshaken liegen parallel in einer Feder und sind am entgegengesetzten Ende einfach hochgebogen; auf die Weise wird die Kupplung nicht auf einer Seite angezogen, wenn die Kupplung auf der anderen Seite belastet wird.
Die Achshalter inclusive der Vernietung sind als nächste dran, die Zug-Druck-Feder für die Kupplungen wird eingebaut und die Sockel für Puffer und Kupplungen. Die Teile liessen sich nur widerwillig verlöten: Die Puffersockel bestehen aus 4 Teilen, die verlötet werden müssen und die sich natürlich gerne wieder selbst zerlegen, wenn man das ganze an die Pufferbohle lötet. Deshalb war ich nach mehreren Versuchen froh, als sie annähernd so saßen wie sie sollten, mit den Toleranzen von 0,1mm kann ich leben, besser löten kann ich sie nämlich nicht ;-)
Fahrwerk_3.JPG
Fahrwerk_3.JPG (307.71 KiB) 999 mal betrachtet

Die Sockel für die Puffer sind aus dem Ätzteileset für den MCi aus dem Bahnsinnsshop, die Sockel für die Kupplungen sind aus 1,5 x 1 mm U-Profilen, die ich gebohrt und aufgefeilt habe, anschließend wurde ein rechteckiger 0,1mm Neusilberrahmen aus der MCi-Ätzplatine aufgelötet.
Fahrwerk_Seite.JPG
Fahrwerk_Seite.JPG (241.73 KiB) 999 mal betrachtet
Die Niete an den Achshaltern sind nicht ganz gleichmäßig in der Höhe, was aber an dem lackierten Modell hoffentlich nicht mehr auffällt.
Mittlerweile habe ich mich dann an den Bausatz der Hik-Bremse von Christoph von Neumann gewagt, ein Fummelgenuß ganz besonderer Art. Vor allem die Mini-Ringe, die man noch auf die Niet-Stifte setzt, sind ein ganz besonderer Genuß - mein Fußboden hat davon mehr abbekommen als die Bremse ;-)
Tückisch ist auch das verlöten der Bremse am Messingrahmen: Bis die Schleudergußteile Löttemperatur haben, verabschieden sich die Messingprofile; vor allem die Halterung für den Bremszylinder aus 0,5 x 0,5mm L-Profilen ist schneller heiß als ein Lämmchen mit dem Schwanz wackelt...
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Bremse_1.JPG (285.14 KiB) 999 mal betrachtet
Die Bremsanlage stellt für mich nach wie vor eine ziemliche Herausforderung dar, weil sie aus einer Vielzahl an kleinen, schlecht zu fixierender und an die richtige Position zu bringender Einzelteile besteht - insgesamt 17 einzelne Teile, die im Fahrwerk zusammengebaut werden müssen. Insofern sind die Bremsen nicht hundertprozent genau am Rad ausgerichtet, das hat einfach nicht geklappt. Ich hoffe, dass das später nicht mehr allzu drastisch auffällt bzw. ich später noch eine Korrektur machen kann, wenn ich für das Problem mit den Rechteckschaken und Federn eine adäquate Lösung gefunden habe.
Als erstes habe ich die Hängeeisen mit Bremsdreiecken und Bremsklötzen zusammengelötet, so das die Hängeeisen etwa im rechten Winkel zu dem Bremsdreiecken stehen und die Bremsbacken in Radebene sitzen. Dann kommen beide Teile an das Fahrwerk, am "spitzen" Ende des Dreiecks für das Achsbremsgestänge sitzt jetzt in der korrigierten Fassung auch der Festpunktbock der Bremse (das ist das kleine T-Eisen an der Spitze des Dreiecks...).
Die Bremsen sollte man jetzt mit den probehalber eingesetzten Rädern ausrichten, hinterher wird das schwierig.
Die Bremshebel werden auf der einen Seite ans Bremsdreieck gelötet, auf der anderen Seite an den Festpunktbock. Dann kommt der schwierige Teil der Operation: Das unterste Loch der Bremshebel und den Festpunktbock mit einem 0,3mm Bohrer aufbohren:
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Wenn diese Bohrung sitzt, dann kommt ein 0,3 mm Niet durch, anlöten, weiter: die Verbindung zwischen den Bremshebeln wird auf einer Seite mit einem Stück 0,3 mm Draht an dem bereits angelöteten Teil fixiert, auf der anderen Seite werden die Bremshebel auf die entsprechenden Drahtenden des Bremsdreiecks geschoben, im mittleren Loch wird ebenfalls ein Stück Draht durch die Löcher in den Bremshebeln und das Verbindungsstück eingefädelt - 3 freipendelnde Kleinteile, klasse Nummer...
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Bremse_neu.JPG (672.86 KiB) 999 mal betrachtet
Anschließend wird wieder alles verlötet.
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Bremse_neu2.JPG (261.39 KiB) 999 mal betrachtet
Dann kommen noch die "Halteeisen" dran, die in der Mitte der Bremshebel und auf das L-Profil des Bremsträgerdreiecks gelötet werden. "Eisen" ist hier schamlos übertrieben:
Halteeisen_bremse.JPG
Halteeisen_bremse.JPG (442.84 KiB) 999 mal betrachtet
Im vorderen Teil zu sehen ist die Hauptbremszugstange. Besondere Hinterlist: Das Ding muss am Ende plattgedrückt und dann durchgebohrt werden, das durchbohrte Ende kommt unten zwischen die Bremshebel gegenüber dem Festpunktbock und wird da mit einem durchgesteckten 0,3mm Draht aufgefädelt; damit ihr die Stelle findet, hier noch ein Bild mit rotem Kringel: dort ist das 0,3 mm Loch im Bremshebel:
Bremse_neu2markiert.jpg
Bremse_neu2markiert.jpg (197.92 KiB) 999 mal betrachtet
Auf der einen Seite ist das mit den plattgedrückten Enden besonders fies, da muss das ganze nämlich so einerseits in den Hebeln am Bremszylinder selbst und im Bremstgestänge so sein. Dort habe ich erst nur eine Seite durchbohrt, mit Niet und Unterlegscheibe eingelötet, dann die vorher auf Maß abgelängte und entsprechend um 90° verstetzt plattgedrückte Stange zwischen die Bremshebel gelötet und dort erst dann gebohrt...
Bremszugstange.JPG
Bremszugstange.JPG (357.1 KiB) 999 mal betrachtet
Hier ist das Ergebnis mit eingelöteten Bremszugstangen, auf der linken Seite die einseitig geplättete und durchbohrte:
Fahrwerk_Bremszug_li.JPG
Fahrwerk_Bremszug_li.JPG (343.27 KiB) 999 mal betrachtet
und die rechte Seite mit der beidseitig geplätteten und gebohrten...
Fahrwerk_Bremszug_re.JPG
Fahrwerk_Bremszug_re.JPG (326.68 KiB) 999 mal betrachtet
Das ganze Fahrwerk:
Fahrwerk_Bremszug_kpl.JPG
Fahrwerk_Bremszug_kpl.JPG (314.86 KiB) 999 mal betrachtet
Die nächsten Schritte werden vorraussichtlich erst nach meinem derzeit anstehenden Umzug folgen, vermutlich frühestens in der zweiten Novemberhälfte.
Sollte jemand einen guten Tip für mich haben, wie sich Rechteckschaken herstellen lassen, ich wäre für jeden Hinweis dankbar.

Bis denn
Michael

Editiert: Bilder wieder eingefügt
Zuletzt geändert von Michael Krause am So 29. Apr 2018, 19:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: MCi

Beitragvon Michael Krause » Mo 11. Okt 2010, 19:39

Es hat etwas länger gedauert, aber es geht weiter. Mittlerweile sind die Druckleitungen an der Bremse montiert, auch der Akkukasten sitzt. Ich denke, die Bilder sprechen für sich... ;)
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Einiges fehlt noch, bspw. die Bremsumstellhebel, die Fangeisen an den Bremsdreiecken, Lichtmaschine etc.pp., vielleicht klappts in diesem Urlaub ;)

Bis denn
Michael

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Re: MCi

Beitragvon Michael Krause » Mi 13. Okt 2010, 10:38

Danke ;)

Noch ein paar Bilder mit dem aktuellen Fortschritt:
MCi_13.JPG
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MCi_11.JPG
MCi_11.JPG (558.67 KiB) 997 mal betrachtet
MCi_12.JPG
MCi_12.JPG (513.71 KiB) 997 mal betrachtet
Die Kupplungshaken lassen tatsächlich mit einem 0,5mm Bohrer bohren, also werden die direkt an die Kuppelstange angelötet.
So langsam kann dann auch mal das Gehäuse unters Messer, die Ecksäulen kommen weg und werden durch Messing-L-Profile ersetzt, die Inneneinrichtung wird komplett erneuert, vermutlich mit Kanonenofen. Ob ich mich noch an Ätzteile wage und die Bühnen erneuere, kann ich noch nicht sagen - eigentlich wäre es nötig, da es auch keine Rechteckschaken gibt und ich die möglicherweise auch aus Neusilber oder Messing selbst herstellen müsste - die Plastikteile vom ursprünglichen Roco-Wagen wollen mir nicht so recht gefallen an diesem Fahrwerk.
Zur Frage mit der Achsaufhängung - da bin ich mir nicht ganz sicher, was Du meinst: Die Achsen sitzen in den Laufbuchsen, die da noch in die Achshalter kommen, mehr Aufhängung habe ich eigentlich nicht vorgesehen. Ich hoffe, das funktioniert so, weil ich mich bei der Breite des Untergestells vermessen habe und das ganze etwas weiter auseinanderliegt als es sollte. Im Zweifelsfall muss ich wohl Zapfenachsen nehmen und etwas kürzen oder bei Günther Weimann mal nach einem Sondermaß fragen....

Bis denn
Michael

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Re: MCi

Beitragvon Michael Krause » Fr 15. Okt 2010, 19:17

Guten Abend,

das Untergestell ist weitgehend fertig, die Puffer sind noch nicht geklebt. Einziges Manko: Es gibt keine passenden Rechteckschaken für die Federung, da werde ich entweder selbst etwas bauen oder ätzen müssen. Bis dahin bleiben die Federpakete mitsamt Schakenböcken und Schaken vom ursprünglichen Roco-Untergestell in Gebrauch:
MCi_14.JPG
MCi_14.JPG (410.46 KiB) 996 mal betrachtet
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MCi_15.JPG (419.04 KiB) 996 mal betrachtet
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MCi_16.JPG (407.46 KiB) 996 mal betrachtet
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MCi_17.JPG (439.09 KiB) 996 mal betrachtet
Jetzt geht es langsam an den Wagenkasten, der zunächst neue Ecksäulen und Griffstangen bekommt - die erste ist gebohrt, aber noch nicht genietet...
MCi_18.JPG
MCi_18.JPG (386.18 KiB) 996 mal betrachtet
Bis denn
Michael

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Re: MCi

Beitragvon Michael Krause » So 29. Apr 2018, 15:45

Guten Tag zusammen,

das Wiederherstellen der Bilder nehme ich mal zum Anlass, gleich noch ein Update zum Bau nebst Fehlersuche zu posten.
So sieht das gute Stück jetzt aus, in zu hellem Grün und noch ohne Beschriftung:
MCi2018_1.JPG
MCi2018_2.JPG
...zum Vergleich noch mal das Original:
MCioriginal1.JPG
MCioriginal1.JPG (429.36 KiB) 995 mal betrachtet
Tücke des Objektes - nachdem ich das gute Stück so weit fertig gestellt habe, entgleiste der MCi leider permanent, selbst auf gerader Strecke. Dank Joachim Reinhards unterstützender Adleraugen war der vermeintliche Fehler recht flott gefunden: Dummerweise hatte ich bei den Achshaltern nicht präzise gearbeitet, so dass eine der Achsen erst mal schief saß; es waren zwar nur 0,3 mm Unterschied, die reichten aber. Nachdem ich dass korrigiert hatte, war leider der Fehler noch nicht beseitigt und erst nach längerem Suchen sind wir drauf gekommen.
Bei diesem Modell musst ich damals die Original-Plastik-Federpakete samt Schakenböcken und Schaken verwenden, weil es keine passenden Böcke und Schaken gab. Also wurden die vom Originalfahrwerk abgeschnitten und soweit befeilt, dass sie passten. Entweder hat sich dabei auch noch eine Ungenauigkeit eingeschlichen und die Federn sitzen unterschiedlich hoch oder das ganze wurde beim Ankleben noch mal minimal gespreizt, so das ein Höhenunterschied zustande kam. Da die Achsen beweglich sind, hat das Wagengewicht die Achslager immer bis zum Anschlag an die Federn gedrückt und dafür gesorgt, dass das Ganze in der Diagonalen "kippelte". Provisorisch korrigiert habe ich das mit einem 0,5mm PS-Streifen, den ich unter das zu flache Federpaket geklebt habe:
MCi2018_3.JPG
Diese Lösung gefällt mir noch nicht sonderlich, aber mittlerweile gibt es ja Schakenböcke und passende Schaken als Messingbauteile; also werde ich hier noch mal nacharbeiten und diese Teile ersetzen. Noch etwas unschlüssig bin ich bezüglich der Federpakete selbst - entweder weiter die Kunststoffteile verwenden, oder, was mir lieber wäre, Federn aus Messing oder zusammengelöteten Neusilberstreifen einzubauen. Da habe ich aber noch keine mit passenden Abmessungen gefunden.
MCi2018_4.JPG
Bis denn
Michael


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