Altern mit Hindernissen

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Frank Forsten
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Altern mit Hindernissen

Beitragvon Frank Forsten » So 25. Okt 2009, 18:30

Als Grundlage einen bereits an anderer Stelle veröffentlichten Beitrag:

Für mein Industrie-BW möchte ich aus einem Roco G10 einen alten Schuppen basteln. Dazu passend habe ich einen vergammelten Wagen in 1:1 gefunden, in Duisburg-Meiderich (der Wagen ist mittlerweile zwecks Restauierung zerlegt worden):

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Im Modell habe ich zuerst versucht, das vergammelte, ausgebleichte Holz nachzuahmen, mit Farben von Gunze-Sangy und Tamiya:

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Dann wie die ganz Großen Künstler eine Schicht Haarspray und schließlich den Decklack in Hellgrün, wieder mit Tamiya. Um die abbröckelnde Farbe zu erzeugen, werden die entsprechenden Bereiche angefeuchtet und sollen sich dann lösen, Das ging zuerst. Leider mußte ich einen Tag Pause machen und dann löste sich nichts mehr. Also alles in den Pott mit Alkohol und von vorne beginnen.

Beim Folgeversuch war ich fast fertig, Holzschicht, Haarspray und grüner Decklack. Leider bei letzterem nicht aufgepasst, Überlauf an der Pistole, die rotzt Farbe und alles versaut. Also alles in den Pott mit Alkohol und von vorne beginnen.

Da ich zum Schluß gekommen bin, daß sich der Haarspray-Effekt in 1:87 kaum bemerkbar macht, habe ich beim dritten Mal statt Haarspray eine Schicht Klarlack, genauer gesagt Gunze Metalprimer auf Lösungsmittelbasis gespritzt. Darauf dann wieder Grün und dann mit Isop. die Deckfarbe abgelöst. Dummerweise hat sich der Alkohol vom Metalprimer nicht beeindrucken lassen und auch die "Holzgrundierung" mit angelöst. Also alles in den Pott mit Alkohol und von vorne beginnen.

Dann habe ich mir das zweite Bild angesehen und gedacht "Eigentlich ganz ok, wenn die Grundfarbe Werkbahngrün statt Bundesbahnbraun wäre." Diesmal war ich extraschlau, habe mit Revell grün grundiert, dann Holzschicht mit Tamiya. Die war aber nicht so gelungen gestern abend. Naja, kein Problem, mit Alkohol einfach abwaschen und neu. Aus Bequemlichkeit diesmal den 99,9% aus der großen Flasche genommen - da kam die Revellfarbe gleich mit herunter! Also alles in den Pott mit Alkohol...

Also entweder machen die Werkstoffe (Farben und Verdünner) was sie wollen, oder ich versaue die Arbeit. Oder beides. Deshalb erstmal die Pinsel und Gläschen saubergemacht und die Farben weggeräumt. Und mir einen Pott mit Ethanol-Alkohol besorgt :roll:
Zuletzt geändert von Anonymous am So 25. Okt 2009, 18:43, insgesamt 1-mal geändert.
Hoffnungsloser Fall von NEM-Bahner...

Frank Forsten

Re: Altern mit Hindernissen

Beitragvon Frank Forsten » So 25. Okt 2009, 18:31

Also nochmal einen Versuch gestartet. Wie heißt es so schön: Wenn man vom Pferd fällt, soll man sofort wieder aufsteigen. Hier die "Grundierung", Hellgrau gespritz, mit weiteren Grautönen "gewaschen" und abschließend mit grauweiß ge-drybrusht, mit diversen Farben von Gunze-Sangyo.

Anschließend eine Schicht Mr. Metal Primer von Gunze. Amerikanische Forscher haben nämlich festgestellt - in klinischen Versuchsreihen - daß 70% Isopropyl 1:1 mit Wasser verdünnt zwar die Farbe, aber nicht den Primer anlöst. Jedenfalls nicht sofort. Danach einmal mit Billig-Haarspray drüber. Anschließend die Deckschicht "Japan-Grün" von Tamiya, mit einem Schuß Gelbgrün stellenweise variiert, recht "trocken" aufgespritzt, damit das Haarspray nicht wach wird:

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Dann der große Moment, die Deckschicht wird ungefähr nach 30 Minuten wieder angefeuchtet und mit Wattestäbchen oder Borstenpinsel die angelöste Deckschicht beiseite geschoben:

[img]http:/www.stahlbahn.de/img/EOS_000_1111.jpg[/img]
Abschließend kleine Nacharbeiten, die Profile werden mit "Schienenfarbe" hervorgehoben, anschließend lasierend etwas Rost gespritzt bzw. rostige Acrylfarbe mit dem dünnen Pinsen aufgetragen.

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Frank Forsten

Re: Altern mit Hindernissen

Beitragvon Frank Forsten » So 25. Okt 2009, 18:32

So, nun habe ich dem Wagen den Rest gegeben:Das glatte Dach wird mit Tesafilm beklebt und die dabei enstandenen "Nähte" mit dem Airbrush hervorgehoben.
[img]http:/www.stahlbahn.de/img/EOS_000_1153.jpg[/img]
Das Chassis wird mit Pinsel und Acrylfarbe kräftig eingerostet mit der MTW-Stippel-Methode - leider wird man davon später nichts mehr sehen können.
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Das Folgeprojekt liegt schon bereit, ein Ladegut-Einsatz (Firma Bauer?) wird neu gestrichen, zunächst erstmal eine stellenweise ausgebleichte Lackierung in Grün.
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Fortsetzung folgt...

Frank Forsten

Re: Altern mit Hindernissen

Beitragvon Frank Forsten » So 25. Okt 2009, 18:32

...auf dem Fuße: Der Lokschrott hat nun auch einiges abbekommen, wieder in der bekannten "Stippel-Technik":

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Abbildung in ca. 200% der Originalgröße.

Schöne Grüße, Frank

Frank Forsten

Re: Altern mit Hindernissen

Beitragvon Frank Forsten » Mo 16. Nov 2009, 17:26

Mittlerweile hat der Schrott auch seinen Platz auf der Anlage gefunden:

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Schöne Grüße, Frank


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