Murnau Teil 5 - Von Murnau nach Freilassing mit P 4024

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Johannes Auerbacher († 7.9.2018)
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Murnau Teil 5 - Von Murnau nach Freilassing mit P 4024

Beitragvon Johannes Auerbacher († 7.9.2018) » Mo 26. Feb 2018, 23:19

+++ Das Anklicken der Bilder ermöglicht jeweils eine größere Darstellung +++

Guten Abend zusammen,

nachdem es im letzten Bildbericht um die Behandlung des morgendlichen Güterzuges in Murnau ging, wird heute das Hauptgewicht auf den Personenverkehr gelegt. Zwischendurch versuche ich noch, die Herstellung eines wichtigen Klein-Bauteils zu verdeutlichen.

(5) Von Murnau nach Freilassing mit P 4024)

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(1) Nach Ng 8014 begibt sich der P 4024 auf Reise nach Freilassing, hier am Einfahrsignal A von Murnau


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(2) Wenige Meter weiter stand schon wieder ein Fotograf, hier auf Höhe des Zementwerkes kurz vor Kammerl


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(3) Der Zug fährt in der Haltestelle Kammerl ein.


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(4) Der Belag des Bahnsteiges ist noch frisch und weist noch keine Ablagerungen von Bremsstaub auf. Unter der Hecke hat sich noch nicht wieder das Unkraut durchgesetzt.


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(5) Weiter geht’s mit Läuten und Pfeifen auf den Bahnübergang zu.


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(6) Gleich ist wieder Ruh'.


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(7)


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(8) Der P 4024 kurz vor der Wertachbrücke


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(9)


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(10) Von der Brücke bis zum Tunnel vor Freilassing bleibt die Oberleitung in niedriger Lage, weil die Bauvorschriften ziemlich lange Rampen für die Höhenangleichung verlangen.


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(11)


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(12)


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(13) P 4024 beim Einfahrsignal von Freilassing


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(14) Hier sieht man, dass das Signal leicht gen Freilassing geneigt ist. Ich bin blöderweise während den Aufforstungsarbeiten oberhalb der Bahnstrecke mit dem Staubsaugerschlauch an dem Signal hängen geblieben, wobei ich nicht nur das Signal um-, sondern auch die Kupferlackdrähte für die Versorgung des Geschwindigkeitsanzeigers und des Frühhaltanzeigers abgerissen habe.


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(15) Das Sh-Signal im Schattenbahnhof sperrt derzeit ganz richtig die Ausfahrt aus dem parallel zur Strecke verborgen liegenden Ausziehgleis.


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16) E44 504 ist mit Kurzwende auf den E 543 übergegangen, der natürlich in Kammerl nicht hält.


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(17) Was an dem bayrischen Packwagen sofort auffällt, sind die Oberwagenlaternen, die dazu erzogen sind, sich auf Weinert-Signalhalter aufstecken zu lassen und, dass die linke Laterne etwas unfolgsam ist. Durch den häufigen Wechsel sind sie auch schon etwas abgegriffen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man das Trittbrett unter der Packraumtür, das ohne die Beschränkung des Querausschlages der Mittelachse auf das für den 1000er Bogen unbedingt nötige Maß keine Existenzberechtigung hätte.


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(18) Auf der Wertachbrücke. Der Fluss führt derzeit weder Wasser, noch hat er seine charakteristischen Kiesbänke.


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(19)


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(20) Die Leichtbau-Eilzugwagen mit den mittragenden Schürzen sind auf einer Gebirgsbahn gerade richtig. In dem von mir dargestellten Abschnitt ist allerdings alles potteben. Unterhalb der Schürzen erkennt man übrigens die Umleitungskonstruktion für die Batteriekasten-Einschübe. Was einem nachträglich noch so auffällt, wenn man gegen einen hellen Hintergrund fotografiert - die Lok scheint keine Fahrmotoren zu besitzen. Beim Vorbild hat man sicher keinen Platz verschenkt und die Tatzlagermotoren so tief angeordnet, wie es das Fahrzeugbegrenzungsprofil erlaubt. Davon ist beim Modell nichts zu sehen.


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(21) Das Einfahr-Vorsignal von Murnau zeigt Fahrt erwarten. Der Mast davor hält sich etwas zurück, damit das Signal auch sichtbar ist, und hat dafür einen längeren Ausleger.


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(22) Die eine Oberwagenlaterne scheint sich mit letzter Kraft auf dem Signalhalter festzuklammern. Wie ich das in Zukunft vielleicht besser machen kann, wird im folgenden beschrieben.

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(23) Hier ist die Zeichnung der Oberwagenlaterne. Das Gehäuse besteht aus 2-mal-2-mm-Vierkantrohr. Es wird gemäß Zeichnung mit Laubsäge und Bohrer bearbeitet. Das Kernstück ist ein Drehteil, welches ich mit dem eiernden Dreibackenfutter an meiner uralten Emco-Unimat auch noch leidlich hin bekomme. Die 0,3-mm-Drahtstücke aus federhartem Phosphorbronzedraht (dem gleichen wie bei der Oberleitung) sollten zwischen dem Kernstück und dem Gehäuse stramm sitzen.

Die unteren Enden werden gemäß Zeichnung zueinander gebogen. Anschließend wird alles mit sehr wenig Lötzinn und ein wenig Flussmittel zusammen gelötet. Im Idealfall befindet sich das Lötzinn nur im Bereich der dicksten Stelle des Kernstückes und nicht entlang der Drähte zum Gehäuse hin. Danach die überstehenden Drahtenden mit einem watenfreien Seitenschneider abpetzen und glattfeilen. Die vier unteren Enden müssen nun noch mit einer Einlaufschräge für die Weinert-Signalhalter versehen werden. Beim Feilen wird man merken, ob alle Drähte frei federn können.

Nun noch alles bemalen (schwarz), von den Reflektoren einen weiß, den anderen rot und die Tagessignalflächen weiß anlegen und dort Weinert-Schiebebilder aufbringen.

Leider sind die Weinert-Gussteile mit Toleranzen behaftet, so dass die Elastizität der Federdrähte nicht ganz ausreicht. Man muss hin und wieder mal nachbiegen. Eine Frage der Zeit, wann nur noch drei Drähte übrig sind. Bild 22 zeigt den Zustand kurz vor dem Nachbiegen. Beim nächsten Mal sollte ich den dicksten Abschnitt des Kernstücks von 1 auf 0,5 mm verkürzen und den darunter liegenden Dorn von 1,6 auf 2,1 mm verlängern. Dadurch könnten die Federdrähte 0,5 mm länger werden.

Auch nicht ganz ohne ist die Handhabung. Ich mache es derzeit mit den bloßen Fingern. Das geht aber nur, wenn die Signalhalter an der Dachkante sitzen. Dies tun sie an Güterwagen meistens nicht. Vielleicht sollte ich mir mal eine gepolsterte Pinzette anschaffen, damit die Farbe nicht restlos abgeschabt wird.

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(24) Nun befinden sich die Owalas am anderen Zugende, ebenso wie die Lok auch. Hier wirkt die eine Laterne nicht ganz so besoffen wie auf der Hinfahrt. Das liegt an den hier etwas dickeren Signalhaltern. Das kommt halt davon, wenn man solchen Teilen mehr zutraut, als sie halten können.


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(25) Hier ist die Lok wieder vor den Zug gespannt, der als E 544 Murnau wieder verlassen soll. Es muss aber noch die Einfahrt des Ng 8017, des zweiten Güterzuges des Tages, welcher aber nur Wagen für das Kalkwerk und das Zementwerk dabei hat, abgewartet werden.


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(26) Da kommt er schon angeschnuffelt, in Höhe des Einfahrvorsinals von Freilassing, leider noch von einer Dampflok gezogen. Ein viertägiger Umlaufplan mit vier Loks ist bisher nur mit drei Elloks besetzt, weil ich bisher noch nicht mehr als diese drei mit brauchbaren Fahreigenschaften und Sound zur Verfügung habe. Die 56 380 wurde angeschafft, als die Strecke fertig war, aber noch nicht die Oberleitung und hat damals zusammen mit der 38 3440 (die derzeit unter einem noch unerklärlichen Kurzschluss leidet) und der V36 225 den Betrieb geschmissen. Direkt hinter der Lok sehen wir ein Folterwerkzeug namens Pwg 09, der wahrscheinlich völlig leer ist, weil Zugführer und Schaffner beim Lokpersonal Asyl bekommen haben.


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(27)


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(28) Der Ng 8017 in voller Länge. Viel ist es nicht, was die Lok zu ziehen hat. Gruppe 1 ist der schon vorgestellte Höllen-Pwg, Gruppe 2 ein Kmm 36 für das Kalkwerk in Murnau und Gruppe drei für das Zementwerk bei Kammerl besteht aus einem noch leeren G09 für Zementsäcke (unter ihm musste nur das Ladegut leiden, aber das betraf nur schlimmstenfalls 12 t) und einer Doppeleinheit KK 15 mit Gips als Zuschlagsstoff. Der Zug passiert gerade Kammerl, wo auch das Einfahrvorsignal für Murnau steht, welches für die Einfahrt in Gleis 3 gestellt ist; in Gleis 2 wartet schließlich E 544 auf Ausfahrt.

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(29)


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(30)


So weit für heute.
Gruß
Johannes

P.S.: Das Kalkwerk ist immer noch nicht vergessen


Bisherige Beiträge:

(1) In Murnau wird Ng 8013 zu Ng8014: [EMB-Forum - siehe hier]
(2) Kuppeln und Radien: [EMB-Forum - siehe hier]
(3) Antwort zur Oberleitung: [EMB-Forum - siehe hier]
(4) Murnau: Grundsätzliches: [EMB-Forum - siehe hier]

Auch dieser Link über das spurgeführte Schienenputzen (drehscheibe-foren)
gehört eigentlich noch dazu.

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